Persone Curate da Lafontaine — Casi Clinici dai Mémoires/de

Von Lafontaine behandelte Personen versammelt die namentlich genannten klinischen Fälle, die Charles Lafontaine in seinen Mémoires d'un magnétiseur (1866, 2 Bde.) und in L'Art de Magnétiser berichtet. Die Seite hat dokumentarischen Wert: Sie gibt die Fälle so wieder, wie Lafontaine sie selbst beschreibt, unterscheidet, wo möglich, zwischen vollständigen Heilungen und bloßen Besserungen, und weist auf den kritischen Geist hin, mit dem Lafontaine Simulationen entlarvte.

Methodische Vorbemerkung

Die Mémoires sind eine autobiografische Quelle: Die Fälle sind als zeitgenössische Zeugnisse zu lesen, nicht als moderne Krankenakten. Bezeichnend ist die Tatsache, dass Lafontaine selbst Episoden erzählt, in denen er Täuschungen und simulierte Somnambule entdeckte und anprangerte – ein Zeichen einer ungläubigen Haltung (siehe den Fall Bertrand/Féré weiter unten).

Namentliche Fälle

Jacques Arago — Blindheit und Augenschmerzen

Lafontaine berichtet, er habe Jacques Arago, den berühmten, erblindeten Reisenden und Schriftsteller, magnetisiert. Ohne zu behaupten, ihm das Augenlicht zurückgegeben zu haben, berichtet er, ihn von äußerst heftigen Schmerzen befreit zu haben, die er seit fast einem Jahr an den Augen, den Augenbrauen und am Stirnbein erlitt. Es ist Arago selbst, der vor dem Polizeipräfekten Delessert erklärt, dass «depuis la troisième magnétisation, je n'en souffre plus» (Mémoires, Bd. II). Der Fall wird angeführt, weil er durch ein direktes und öffentliches Zeugnis des Patienten selbst dokumentiert ist.

Georgina Burton — kindliche Taubstummheit

Der berühmteste Fall. Die Tochter von M.me Burton, einer reichen Engländerin, war im Alter von neun Monaten taub und stumm geworden, nachdem Krämpfe sie schwer entstellt zurückgelassen hatten (ein Mundwinkel berührte fast das Auge). Lafontaine berichtet, dass die junge Georgina innerhalb weniger Monate wieder hören und sprechen lernte, die Gesichtskrämpfe vollständig verschwanden und das Kind lesen, schreiben und sich unterhalten lernte. Der Fall erregte großes Aufsehen und wurde öffentlich im Hause von Lady Clavering vorgestellt (Mémoires, Bd. II). Lafontaine vermerkt ironisch die verächtliche Ablehnung des Grafen von Léotaud, der seinen eigenen taubstummen Sohn nicht derselben Behandlung unterziehen wollte.

M. Bordères — Lähmung

In Rouen berichtet Lafontaine, er habe einen Gelähmten, M. Bordères, Rechtsanwalt am Gericht, in siebzehn Tagen geheilt, und verweist für die Einzelheiten der Behandlung auf L'Art de Magnétiser (S. 288 in der zitierten Ausgabe).

M. Bertrand — Rheuma (teilweise Besserung)

Ebenfalls in Rouen verschaffte Lafontaine M. Bertrand, Polizeikommissar, der an Rheuma litt, große Erleichterung, aber – wie er ehrlich anmerkt – der Patient «ne me donna pas le temps nécessaire», um die vollständige Heilung zu erreichen. Der Fall wird als Beispiel für ein als solches benanntes Teilergebnis angeführt.

Taubstumme in Serie (Rouen, Pontoise, Saint-Germain)

Lafontaine berichtet wiederholt, er habe im Laufe seiner öffentlichen Tourneen, insbesondere in Rouen, Pontoise und Saint-Germain, «faire entendre des sourds-muets» (Taubstumme hören lassen), sowie über Erfahrungen mit verlängerter Katalepsie bei freiwilligen Zuschauern.

Die Episode der entlarvten Täuschung (Bertrand–Féré)

In Rouen inszenierten M. Bertrand und Octave Féré (Redakteur einer Lokalzeitung) für Lafontaine eine falsche Sitzung des «zweiten Gesichts» nach Art von Robert-Houdin, mit Féré in der Rolle des falschen Somnambulen. Argwöhnisch geworden, stach Lafontaine dem «Somnambulen» überraschend eine Nadel in den Arm: Féré zuckte zusammen und schrie «ceci n'était pas dans le programme», womit die Inszenierung aufflog. Die Episode ist relevant, weil sie zeigt, dass Lafontaine die Realität der Phänomene aktiv überprüfte und den ernsthaften Magnetismus von der Bühnensimulation unterschied – und sie gab ihm, wie er selbst zugab, zudem den Schlüssel zum Verständnis der Nummern von Robert-Houdin.

Der Heiler und die Indianer

Ein eigenes Kapitel ist der Heilungsversuch eines Krebses mit Hilfe des Kräuterwissens der Peaux-Rouges-Häuptlinge Manguados und Dicon im Jardin des Plantes: Die im Gewächshaus gezogenen Pflanzen hatten nicht die Tugenden derer aus ihrem Heimatland, und die Heilung gelang nicht. Lafontaine berichtet dies ohne Nachdruck, als Beispiel für einen offen zugegebenen, fehlgeschlagenen Versuch.

Primärquellen

Überprüfungsdossier: Jeder Fall auf dieser Seite wird auf die entsprechende Passage im Dossier mit Auszügen aus der Primärquelle auf Drive zurückgeführt (Anti-Halluzinations-System: jede Behauptung auf eine Quelle zurückgeführt).

Digitalisierte Quellen, verfügbar im ISI-CNV-Ordner "Lafontaine":

  • Charles Lafontaine, Mémoires d'un magnétiseur, Bd. I (Genf, 1866) — PDF Drive
  • Charles Lafontaine, Mémoires d'un magnétiseur, Bd. II (Genf, 1866) — Fälle Arago, Burton, Bordères, Bertrand, Taubstumme — PDF Drive
  • Charles Lafontaine, L'Art de Magnétiser ou le Magnétisme Animal — Einzelheiten der Behandlung von M. Bordères (S. 288) — PDF Drive

Anmerkung: Die genauen Seitenzahlen der einzelnen Fälle in den beiden Bänden der Mémoires werden in einer späteren Überarbeitung nach Abschluss der OCR-Überprüfung hinzugefügt.

Siehe auch


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