Edouard Cavailhon — La Fascination Magnétique/de

Edouard Cavailhon ist ein französischer Publizist und Schriftsteller, den Donato in seiner Zeitschrift Le Magnétisme zitiert und als einen der allerersten Autoren vorstellt, die über die Faszination geschrieben haben. Sein Werk ist die erste Monographie, die sich speziell der Faszination als einem von der traditionellen Hypnose unterschiedenen Phänomen widmet.

Das Werk: La Fascination Magnétique (1881)

Im Jahr 1881 veröffentlichte Cavailhon beim Verlag Dentu in Paris einen Band mit dem Titel «La Fascination Magnétique», dem ein von Donato selbst verfasstes Vorwort vorangestellt und sein fotografisches Porträt beigefügt war. Dieses Detail ist bedeutsam: Donato wählte Cavailhon als das Vehikel, um dem literarischen und wissenschaftlichen Publikum seine Theorie der Faszination zu präsentieren. Das Buch ist daher im weiteren Sinne ein Akt der intellektuellen Selbstdarstellung Donatos durch die Feder eines seiner Anhänger.

Im Jahr 1883 veröffentlichte Cavailhon einen Roman, «La créole parisienne», bei Marpon et Flammarion, in dem die Magnetisierung einer Frau zu «péripéties fort dramatiques» führt – ein Zeichen dafür, dass die Faszination bereits als dramatisch wirkmächtiges Thema in die französische Populärliteratur eingedrungen war.

Cavailhon war auch Dichter: Er veröffentlichte «Les Chants du Cavalier» (Gedichtsammlungen) und die «Contes Rabelaisiens» – eine hybride Figur zwischen Journalismus, Erzählkunst und Wissenschaftspopularisierung, typisch für das Frankreich des Zweiten Kaiserreichs.

Die Rolle bei der Verbreitung der Faszination

Donato stellt ihn in der Zeitschrift als jemanden vor, der «vollkommen berechtigt ist, hier seinen Platz einzufordern», und erkennt ihm die Priorität zu, die Faszination als literarisches und populärwissenschaftliches Objekt behandelt zu haben, bevor sie zu einem wissenschaftlichen Mainstream-Thema wurde. Das Zitat Cavailhons durch Di Pisa – «Die Macht Donatos rührt von der Faszination seiner Augen her, die leuchten und funkeln wie die eines Raubtiers in der Nacht» – stammt genau aus diesem Buch von 1881.

Bedeutung für die ISI-CNV-Tradition

Cavailhon repräsentiert den Moment, in dem Donatos Faszination von der Theaterpraxis zur Literatur und Wissenschaftspopularisierung übergeht. Sein Buch von 1881 ist das erste schriftliche Dokument, das die Faszination als spezifisches, eigenständiges und einer unabhängigen Untersuchung würdiges Phänomen beschreibt. In diesem Sinne ist es ein Glied in der Kette: Donato praktiziert, Cavailhon beschreibt, Brémaud überprüft wissenschaftlich, Di Pisa lehrt, Paret entwickelt.

Quellen

  • Donato (Alfred d'Hont), Le Magnétisme — Journal de Psycho-Physiologie, Paris 1886, Hefte 154+
  • Cavailhon, Edouard, La Fascination Magnétique, Dentu, Paris 1881 (mit einem Vorwort von Donato)

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Siehe auch


Donato e la Fascinazione — Navigazione ISI-CNV

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