Le Origini Storiche del Potere dello Sguardo — Da Babilonia all'EMDR/de
Titel der Seite: Die historischen Ursprünge der Macht des Blicks — Von Babylon bis EMDR
Die historischen Wurzeln der Macht des Blicks als systematisches Konzept finden sich bereits in Babylon und Assyrien — viertausend Jahre vor Donato. Der assyrische Begriff für den bösen Blick offenbarte bereits das Verständnis des Phänomens.
Quelle: Seligmann, «Die Zauberkraft des Auges», Vol. 2, p. 178 — Drive ISI-CNV
Der assyrische Begriff: «die Rotation der Augen»
Seligmann zitiert den assyrischen Begriff für den bösen Blick: «i-nu li-mut-tu» — was wörtlich «die Rotation/Bewegung der Augen» bedeutet.
Vor viertausend Jahren hatten die Assyrer bereits verstanden, dass die Macht des Auges nicht mit der trägen Starre, sondern mit einer **spezifischen Bewegung** der Augen verbunden war — der Bewegung, die beim Betrachteten Desorientierung hervorruft, die einfängt, die lähmt.
Dies ist der älteste dokumentierte Begriff für den bösen Blick/Faszination in der Geschichte — und er trägt bereits das Verständnis in sich, dass der tödliche Blick ein **aktiver**, sich bewegender Blick ist.
Die Gegentechnik: der «feste Blick»
Vom festen Blick des Faszinierten (bei Donato) zum festen Blick als Abwehr gegen den bösen Blick: In vielen Traditionen besteht die Art, dem bösen Blick zu widerstehen, darin, den eigenen Blick fest und direkt zu halten — ihn nicht zu senken, nicht abzuwenden.
Dies ist dieselbe Logik des Blickduells, das Seligmann dokumentiert: Wer zuerst den Blick senkt, erleidet den bösen Blick. Der «feste Blick» ist die instinktive Gegentechnik.
Von Babylon zum Braidismus
Die historische Kette der Augenbewegung als Technik:
- **Babylon** (2000 v. Chr.) — «i-nu li-mut-tu» = Rotation der Augen als faszinierende Macht
- **Klassisches Griechenland** — Hippus (Nystagmus) als Zeichen der Macht des Auges
- **Mesmer** (1775) — magnetische Striche um die Augen und den Körper
- **Braid** (1842) — Fixierung eines glänzenden Gegenstandes zur Erzeugung veränderter Zustände
- **Bernheim und Nancy** (1880) — hypnotische Suggestion mit visueller Fixierung
- **Donato** (1875-1900) — abruptes «Eintauchen» des Auges ins Auge, kreisförmige Bewegung
- **EMDR** (Shapiro, 1987) — geführte laterale Augenbewegung für Trauma
- **Paret-Methode** — direkte Faszination mit Blickkontrolle
Die Kontinuität ist ununterbrochen: Von Assyrien bis EMDR, das Verständnis, dass Bewegung und Starre der Augen Vektoren veränderter Zustände sind.
Quellen
Siehe auch
- Hippos — Il Cavallo nell'Occhio: Nistagmo, Movimento Oculare e Fascinazione
- Il Potere dello Sguardo — Dalla Tradizione Mondiale alla Neuroscienze
- Donato — Il Padre della Fascinazione
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