La Corrispondenza delle Dita e i Cinque Sensi (Szápáry)/de
Die Korrespondenz der Finger und die fünf Sinne ist die Lehre des Grafen Franz von Szápáry, wonach jeder Finger der Hand über seinen eigenen magnetischen Nervenstrom mit einem der fünf Sinne verbunden ist, sodass der Magnetiseur den zu verwendenden Finger je nach dem von der Krankheit betroffenen Sinn oder Organ wählen muss. Es ist die Technik, die in den ISI-CNV-Materialien manchmal als „closure of the senses“ (die Wahl/Schließung des Sinnes) bezeichnet wird. Sie ist im Magnétisme et magnétothérapie (Katechismus, Nr. 145–149) dokumentiert.
Das Prinzip: Jede Krankheit betrifft einen Sinn
Szápáry geht von einer diagnostischen Prämisse aus (Nr. 145):
„Bei jedem Leiden ist mindestens einer der fünf Sinne betroffen: sei es, dass der Kranke Angst hat, dass ihm das Licht missfällt, dass er ein Ohrensausen verspürt, oder dass er weder Appetit noch Geruchs- noch Geschmackssinn hat.“
Die Krankheit lässt sich also durch den gestörten Sinn ablesen; und der Sinn zeigt dem Magnetopathen das zu verwendende Werkzeug an.
Die Korrespondenz Finger–Sinne
Auf die Frage „Gibt es eine Beziehung zwischen unseren Fingern und unseren Sinnen?“ (Nr. 146) antwortet Szápáry, dass „jeder unserer Finger einem unserer Sinne durch seinen magnetischen Nervenstrom entspricht, der homogen zu dem entsprechenden Sinn ist“. Die Tabelle der Entsprechungen (Nr. 147) lautet:
| Finger | Sinn / Fähigkeit |
|---|---|
| Daumen | Die Seele |
| Zeigefinger | Das Sehen |
| Mittelfinger | Das Hören |
| Ringfinger + Kleiner Finger (gemeinsam) | Der Geruchs- und Geschmackssinn |
„Je nach dem angegriffenen Sinn soll man vorzugsweise die Striche mit dem entsprechenden Finger ausführen.“
Klinische Anwendung
Szápáry gibt operative Beispiele (Nr. 148), um die Wahl des Fingers je nach Art der Krankheit zu leiten:
- Gicht, begleitet von Unruhe usw. → Striche mit dem Daumen;
- Augenschmerzen → Striche mit dem Zeigefinger;
- Hörschwierigkeiten → Einwirken mit dem Mittelfinger;
- Verlust des Geschmacks- oder Appetits → Striche mit den beiden letzten Fingern.
Sobald der Punkt der magnetischen Konzentration und der Sitz des Leidens identifiziert sind (Nr. 149), führt man – „mit dem Finger des betroffenen Sinnes oder Organs“ – die Striche auf dem schmerzhaften Punkt aus, beginnend bei den nächstgelegenen und darüber liegenden Nervenknoten bis hin zu den Knoten, die unterhalb des Sitzes des Leidens liegen. Die Technik fügt sich so in die Lehre der neun Plexus ein.
Bedeutung für die Schule
Diese Korrespondenz ist einer der originellsten Züge des Systems: Sie verwandelt die Handauflegung von einer allgemeinen Geste in einen selektiven und diagnostischen Akt, bei dem die Wahl des Fingers durch die Semiotik des betroffenen Sinnes bestimmt wird. Sie ist die „sensorische“ Ergänzung der zwölf Schritte zur Öffnung und der neun Schritte auf den Knoten.
Primärquellen
OCR-Text zur sofortigen Überprüfung der Zitate: Szápáry Magnétisme et magnétothérapie — OCR-Text (Archiv OCR_FONTI_WIKI).
- Franz von Szápáry, Magnétisme et magnétothérapie (vollständiger Text, Ausgabe 2018), Nr. 145–149 (Abschnitt „Les cinq senses“) — Drive-Text
- Der kleine magnetische Katechismus — PDF Drive
- Ordner: Szápáry — Werke und Techniken