Presenza Integrale™
ID tec_presenza_integrale
Categoria presenza
Prima comparsa 2011
Corsi Master IT, Mesmerismus®, Quantum Tetraktys, Diamond
📿 Le tre pagine della presenza

Die Präsenz durchzieht drei komplementäre Achsenseiten des Wikis, die wie eine einzige Bewegung zu lesen sind:

  1. Presenza Integrale™ — die neurologisch-körperliche Dimension der Schule (Protokoll Ladungen, Bezugspunkt, Stopp, Hara). Der integrierte Zustand des neurologischen Teils
  2. La Presenza (tradizione ermetica) — die hermetisch-initiatorische Dimension: die Präsenz in den Texten von UR-KRUR, bei Reghini, bei Giudicelli, und als hermeneutischer Schlüssel aller Techniken der wahren hermetischen Arbeit
  3. Il Risveglio — die Dimension der Vollendung (Evola, Dottrina del Risveglio 1943): der Schritt über die Präsenz hinaus in den verwirklichten Zustand

In der Tradition heißt es, dass wer in der Präsenz ist, bereits einen Fuß im Erwachen hat.


Die Presenza Integrale™ ist das ursprüngliche Protokoll der körperlichen Achtsamkeit von Dr. Marco Paret, grundlegend für die Paret Method und den Mesmerismus®.

Terminologische Anmerkung: "Presenza Integrale™" ist der korrekte Begriff in der Paret-Methode, bevorzugt gegenüber "Quantum Presence". Im Quantum-Tetraktys-System ist sie der Farbe Rot und der Quintessenz zugeordnet.

Grundlage: Was ist Präsenz

"Wie oft denkt ihr, ihr seid da, aber in Wirklichkeit seid ihr in euren Gedanken, denkt an das, was ihr als nächstes tun müsst, an das, was ihr vorher getan habt? In Wirklichkeit seid ihr nicht da. Und nicht da zu sein, ist problematisch, weil ihr in diesem Zustand weniger Magnetismus, weniger persönliche Kraft habt."
— Dr. Marco Paret — Lektion Präsenz, Master Hypnose


Das Unterscheidungsmerkmal zu anderen Achtsamkeitsansätzen ist der Zugangspunkt: nicht der Atem als mentales Konzentrationsobjekt, sondern der Körper als primäre und primitive Intelligenz. Der kinästhetische Sinn wird von Paret als "der primitivste Sinn von allen" bezeichnet.

Die vier Grundelemente

1. Die Ladungen

Atemübungen, deren Zweck nicht die Kontrolle der Atmung ist, sondern das Gewahrwerden des Körpers. Wie Paret lehrt: "Die Aufgabe ist, bewusst zu sein, nur bewusst."

2. Der Bezugspunkt

Praxis, einen stabilen Punkt im Raum mit offenem und weichem Blick zu fixieren. Wie Paret beschreibt: "Die Stimme wird klarer, abgehobener, in dem Moment, in dem ihr euer Bewusstsein von euch selbst aufrechterhaltet, während ihr sprecht."

3. Der Stopp

Freiwillige, kurze, aber beabsichtigte Unterbrechung jeder laufenden Handlung. Wie Paret lehrt: "Den lebendigen Blick öffnen, die eintretenden Empfindungen spüren – kinästhetisch, Gewicht."

4. Hara und Vertikalität

Das Hara ist der grundlegende somatische Anker. Wie Paret erklärt: "Sich im Laufe des Tages daran zu erinnern, die Präsenz zu suchen, eine Pose einzunehmen, das Körpergewicht und die Vertikale zu finden, ist jedes Mal eine Anweisung an den eigenen unbewussten Geist."

Die Präsenz in der Handlung

"Wir setzen eine Person auf einen Stuhl und lassen sie dreimal die gleiche Technik empfangen. Das erste Mal: Der Operator denkt an seine eigenen Angelegenheiten. Das zweite Mal: Er konzentriert sich mit Empathie auf die Person. Das dritte Mal: Der Operator ist im Präsenzzustand. Die Versuchsperson nimmt den dritten Durchgang immer als den besten wahr. Und doch war die Technik identisch."
— Dr. Marco Paret — Lektion Präsenz 2, Oktober 2023


Die Präsenz wird zur grundlegenden Kompetenz, die alle nonverbalen Techniken verstärkt. Paret unterscheidet zwischen Empathie (führt zu Zerstreuung) und Präsenz: "Wenn du im Präsenzzustand bist, bist du frei von Gedanken. Das bedeutet nicht, in den Wolken zu sein. Es bedeutet, dass du wirklich zuhörst, weil dein Geist nicht woanders ist."

Anerkennung

Die Methode Paret™ — Presenza Integrale™ wurde 2026 bei Federmindfulness als ursprüngliches Protokoll der körperlichen Achtsamkeit vorgestellt. Quelle: Anerkennungsvorschlag Federmindfulness 2026, Dr. Marco Paret.


Polyvagale neurophysiologische Grundlage

Das Protokoll der Presenza Integrale™ hat eine präzise neurophysiologische Grundlage in der polyvagalen Theorie von Stephen W. Porges (The Polyvagal Theory, Norton 2011), die das autonome Nervensystem als drei funktionale Zweige statt zwei (das alte binäre Modell Sympathikus/Parasympathikus) beschreibt:

  1. Ventraler vagaler Parasympathikus (Herz-Lunge, oberhalb des Zwerchfells) — System der lebendigen sozialen Gemeinschaft, der relationalen Wärme, der Stimme, des Augenkontakts. Wenn aktiv, erzeugt es Präsenz im operativen Sinne: wache Ruhe, lebendiger Kontakt mit dem Anderen, ausstrahlende Wärme
  2. Dorsaler vagaler Parasympathikus (subdiaphragmatische Organe, Bauch) — System der vegetativen Ruhe, der Erholung, der Verdauung, der Aufnahme. Wenn aktiv, erzeugt es tiefe Ruhezustände, ein Fundament von Sicherheit, innere Präsenz ohne Anspannung
  3. Sympathikus (paravertebrale Ganglienkette + HPA-Achse + aktivierter Kortex, Kopf) — System der Aktivierung (Kampf-oder-Flucht). Wenn dominant, erzeugt es Anspannung, ängstliche Wachsamkeit, geistige Zerstreuung

Der Zustand der Integralen Präsenz ist – in polyvagalen Begriffen – dominant ventraler Vagus, verankert im dorsalen Vagus, wobei der Kortex verfügbar, aber nicht dominant ist. Er ist das genaue Gegenteil des modernen Durchschnittszustands, in dem der Kortex in ständiger sympathischer Anspannung ist.

Die drei Geister und die drei Ebenen: Entsprechung mit der Tradition

Die polyvagale Dreiteilung entspricht – funktional – der traditionellen Dreiteilung der drei spiritus der europäischen hermetisch-galenischen Medizin (vgl. die Achsenseite Morfologia Occulta Abschn. IV-bis, IV-ter, IV-quater, VI-bis, VI-ter), sowie der operativen Terminologie der Paret-Schule:

  • Dorsaler, nicht myelinisierter Vagus (Bauch, Eingeweide) = spiritus naturalis = physische Ebene der Schule = Farbe hermetisch grün = vegetative Seele des Aristoteles
  • Ventraler, myelinisierter Vagus (Herz-Lunge) = spiritus vitalis / Calor Innatus = vitale Ebene der Schule = Farbe rot = sensitive Seele des Aristoteles
  • Sympathikus + HPA + aktivierter Kortex (Kopf) = spiritus animalis = psychische Ebene der Schule = Farbe weiß = intellektive Seele des Aristoteles

Die Übereinstimmung zwischen Porges (2011), Galen-Paracelsus (2.-16. Jahrhundert) und Aristoteles (4. Jh. v. Chr.) – nicht zufällig – zeigt, dass drei zeitlich weit entfernte doktrinäre Traditionen dieselbe reale Struktur des menschlichen Organismus erfasst haben. Die Paret-ISI-CNV-Schule arbeitet bewusst in dieser Kontinuität.

Das konstruktive Prinzip: die Pyramide

Aus dieser Lesart folgt das grundlegende Prinzip der Arbeit der Integralen Präsenz: Man baut von unten auf, wie eine Pyramide – physisch → vital → psychisch, niemals umgekehrt:

  • Basis: physisch (dorsaler Vagus, ruhiger Bauch) – man beginnt immer mit der körperlichen Verankerung. Ladungen des Atems, Hara und Vertikalität, Gewicht des Körpers im Stuhl. Ohne diese Basis hält nichts
  • Körper: vital (ventraler Vagus, Herz-Lunge) – erst danach wird die Energie im Brustkorb aktiviert: lebendige Stimme, voller und modulierter Atem, offener Augenkontakt. Hier entwickelt sich der Magnetismus
  • Spitze: psychisch (verfügbarer, nicht dominanter Kortex) – erst wenn Basis und Körper stabilisiert sind, arbeitet der Geist klar. Gedanke und Bild werden nicht eliminiert, sondern werden zu untergeordneten Funktionen der verwurzelten Präsenz

Dieses Prinzip kehrt das Modell der Moderne um, das vom Kopf ausgeht (Idee, Entscheidung, Wille) und versucht, es dem Körper aufzuzwingen. Das Modell der Schule – und der gesamten authentischen initiatorischen Tradition – ist stattdessen das der Pyramide: Die Spitze existiert nur, wenn die Basis sie trägt. Daher die operative Wirksamkeit der vier grundlegenden Praktiken (Ladungen, Bezugspunkt, Stopp, Hara), die präzise von unten nach oben die volle Präsenz aufbauen.

Für den einheitlichen historisch-doktrinären Rahmen, der die Renaissance-Spirituslehre + die Doktrin von UR-KRUR + die polyvagale Theorie + die konstruktive Pyramide verbindet, siehe die Achsenseite Morfologia Occulta, insbesondere die Abschnitte IV-bis, IV-ter, IV-quater, VI-bis, VI-ter.

Siehe auch